CO₂-Neutralität

Ambitionierte Ziele für den Klimaschutz

Wir arbeiten ab dem Jahr 2021 über alle Standorte hinweg CO₂-neutral

International zertifizierte Standards und Kriterien stellen hohe Qualität sicher

Unsere Kompensationsprojekte haben wir sorgfältig und nach strengen Kriterien ausgewählt. Dabei haben wir nicht nur darauf geachtet, dass diese einen großen Einfluss auf die CO₂-Bindung und CO₂-Reduktion haben, sondern auch bestmöglich zu den Werten und der Philosophie von Miele passen.

Nepal – Errichtung kleiner Biogas Anlagen

Bei diesem Projekt werden Haushaltsbiogasanlagen erstellt und Kuhdung als Energiequelle genutzt. Das Projekt richtet sich an Familien, die bisher Feuerholz zum Kochen verwendet haben. Die Gülle wird mit Wasser gemischt und in einem Faulbehälter gesammelt. Durch die Vergärung entsteht Gas, welches sich im oberen Teil der Anlage sammelt. Dieses wird über Rohre zu den Gaskochern in die Küchen geleitet. Dadurch wird kein Feuerholz mehr zum Kochen benötigt und Emissionen an drei Orten eingespart: Der Kuhdung würde normalerweise bei der Vergärung als Methan in die Luft entweichen. Biogas wird als Brennstoff genutzt, wodurch das Verbrennen von Feuerholz entfällt. Dies führt zur Vermeidung von Abholzung und Reduktion der Raumluftverschmutzung. Der übrigbleibende Bio-Dünger ersetzt chemische Düngemittel. Damit ergibt sich eine bezahlbare und dezentrale Energiequelle, insbesondere für ärmere Haushalte auf dem Land.

Indien – Solare Wasseraufbereitung

In Indien wird der steigende Energiebedarf zum größten Teil aus Kohlekraft bedient und Brauchwasser mit elektrischem Strom erwärmt. 90 Prozent der städtischen Bevölkerung Indiens nutzen strombetriebene Durchlauferhitzer zur Erzeugung von Warmwasser, was ca. 20 bis 30 Prozent des gesamten Energieverbrauchs Indiens entspricht. Solarthermieanlagen liefern umweltfreundliche Energie und reduzieren die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Aufgrund der geographischen Lage mit 300 Sonnentagen im Jahr hat Indien sehr gute Voraussetzungen für die Nutzung von Solarenergie. Das Projekt unterstützt die Förderung der Vermarktung und Installation von emissionsfreien solarthermischen Warmwasserbereitern. Durch niedrigere Ausgaben für Elektrizität und Brennstoffe steigt auch das für andere Lebensbereiche zur Verfügung stehende Einkommen.

Uganda – Kleinbauern forsten Wälder auf

Dieses Projekt ermutigt Kleinbauern, Wälder aufzuforsten und bestehende Wälder besser zu bewirtschaften. Dadurch ist das Fundament für eine langfristig nachhaltige Landnutzung gelegt, welche die Absorption von Kohlenstoff durch die Bäume und die Speicherung in deren Biomasse garantiert. Gleichzeitig wird die biologische Diversität unterstützt und das Gemeinwohl verbessert. Das Projekt führt konkrete Maßnahmen zum Waldschutz durch wie Feuerprävention und Kontrolle illegaler Abholzung und reguliert den Zugang zu den Ressourcen mittels Dorfwaldmanagementplänen. Zusätzlich werden degradierte Waldflächen wiederhergestellt durch die Neubepflanzungen von Bäumen, die später spezifisch als Feuerholz verwendet werden.

Nicaragua – Agroforstprojekt mit nachhaltigen Kaffeeanbau

Das Projekt in Nicaragua unterstützt Bauern mit Know-how im Kaffeeanbau. Die Bauern erhalten technische und finanzielle Unterstützung und werden schließlich durch einen fairen Kaffeepreis belohnt. Das Projekt spart Kohlenstoffemissionen ein, indem es den Bauern ermöglicht, ihr eigenes Land aufzuforsten und degradierte Flächen in höheren Lagen durch Schattenanbau von Kaffee zu regenerieren. Das kombinierte Pflanzen von Kaffeesetzlingen mit anderen Baumarten stärkt die natürliche Widerstandfähigkeit, diversifiziert die Einkommensquellen, reduziert den CO₂-Ausstoß und vergrößert den Lebensraum von Wildtieren. Die nachhaltige Forstwirtschaft bindet aufgrund der schnellwachsenden Arten große Mengen an CO₂.

USA – Aufforstung des Mississippi Deltas

Das Projekt befindet sich im Mississippi Alluvial Valley, das als eines der wichtigsten Laubholz-Ökosysteme auf dem nordamerikanischen Kontinent gilt. Das Gebiet, das manchmal auch als Regenwald Nordamerikas bezeichnet wird, ist ein Durchzugshabitat für etwa 60 Prozent aller Vögel des Kontinents. Die intensive Abholzung in den letzten 50 Jahren hat zu einer starken Degradierung des Gebiets geführt. Bei dem Projekt werden Agrarflächen, die bisher für den Anbau von Soja oder Baumwolle genutzt wurden, aufgeforstet. Darüber hinaus schätzt der US Geological Survey, dass pro 100.000 Hektar Ackerland, die wieder bewaldet werden, etwa 703 Tonnen Stickstoff und Phosphor pro Jahr daran gehindert werden, in den Mississippi zu gelangen.

Deutschland / Österreich – Einsatz von Pflanzenkohle in der Landwirtschaft

Als innovatives Unternehmen und Technologieführer unterstützen wir zudem bewusst die Förderung technologischer Ansätze zur CO₂-Sequestrierung oder -Reduktion – zum Beispiel der CO₂-Entfernung aus der Atmosphäre und Speicherung von Kohlenstoff für die landwirtschaftliche Nutzung in Österreich und Deutschland. Pflanzenkohle wird aus Biomasse in einem Vergaser unter Luftabschluss bei Temperaturen zwischen 380 und 1.000° C hergestellt (Pyrolyse). Dies geschieht energieeffizient im Rahmen von ohnehin stattfindender Energieumwandlung, zum Beispiel bei Verbrennungsprozessen in Heizkraftwerken. Eine Einbringung von Pflanzenkohle in landwirtschaftliche Böden führt zudem zu einer Verminderung der durch mikrobielle Abbauprozesse bedingten Methan- und Lachgasemissionen. Ein weiterer positiver Zusatzeffekt der Nutzung von Pflanzenkohle in der Landwirtschaft, ist die Verbesserung der Wasser- und Düngerhaltekapazität der Böden und somit eine Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit und eine Steigerung des Humusaufbaus

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